Schwimmtraining, die erste … (w8)

summertime

Am Mittwoch war es soweit. Ich habe endlich den Schritt gewagt ins Hallenbad zu gehen mit meinem Badeanzug, Badekappe, Badelatschen und Schwimmbrille, die schon lange keinen Kontakt mehr mit Wasser hatten. Ich bin nicht gerade ein Fan von dem sanitären Charme von Hallenbädern, außerdem schwingt in meinem Kopf immer das Wort „Fußpilz“ mit, wenn es um Hallenbäder geht. Deshalb habe ich mich auch noch nicht festgelegt wo ich vermehrt schwimmen gehe, ich teste nun erst einmal die Bäder in der Umgebung, bis ich das für mich passende gefunden habe.

Ich habe in meiner Schulzeit, also vor etwa 25 Jahren zum letzten Mal eine Anleitung bekommen, was das Schwimmen angeht. Dementsprechend habe ich mir diverse Videos auf Youtube angesehen und im Internet recherchiert, um die wichtigsten Eckpunkte des Kraulschwimmens für mich aufzufrischen. Bisher war mir Kraulschwimmen einfach zu anstrengend, was wie ich aus so manchem Video erfahren konnte, wohl an einer falschen Technik lag.

Als ich das Gebäude betrat und die Wärme um mich herum wahrnahm, merkte ich schon, dass es etwas kindliches in mir weckte. Als Kind war ich häufig schwimmen, meine Familie sagte auch gerne mal Wasserratte zu mir. Irgendwie seltsam wie lange man etwas nicht mehr macht ohne zu merken, dass es fehlte. Ich bezahlte meinen Eintritt und ging durch das Drehkreuz. Ich war wohl in Gedanken, denn meine Tasche blieb kurzerhand einfach im Drehkreuz hängen. Ein wenig drücken und ziehen befreite die Tasche und ich konnte in den Umkleidebereich gehen. Ich holte mir einen Kleiderbügel und fing an mich umzuziehen. Der Badeanzug ist auch schon etwas älter und  ich stelle fest, er passt, könnte aber durchaus ein wenig enger anliegen. Für den Anfang ist das aber auf jeden Fall ausreichend. Meine Badekappe vergesse ich irgendwie aus der Tasche zu nehmen, schnappe mir meine Brille, die Latschen und ein Handtuch und schon sind alle anderen Sachen weggeschlossen. Ich bin natürlich ein wenig neugierig, ob auch die Polar M430 die Herzfrequenz gut aufzeichnet während des Schwimmens. Bevor ich in die Schwimmhalle gehe, dusche ich ausführlich und freue mich schon darauf ins Wasser zu steigen. In der Schwimmhalle ist es übersichtlich, ein Becken zum Planschen, ein Kleinkinderbereich und auf der anderen Seite das Sportbecken mit 25 m Bahnen und Sprungturm. Durch den Sprungturm sind drei Bahnen des Beckens für die Springer abgeteilt. Die restlichen sind gegen 15:05 gut belegt, daher ging ich erst einmal in das beheizte Aussenbecken. Das ist ganz nett zum Ausspannen, aber ich bin zum Schwimmen gekommen und deshalb gehe ins Schwimmerbecken und suche mir die am wenigsten verwendete Bahn aus und teile diese mit 2 anderen. Nach etwa fünf Minuten schwimme ich alleine auf dieser Bahn, was alles etwas leichter macht. Ich schwimme zunächst langsam ein und stelle fest, das die ersten beiden Bahnen für mich sehr anstrengend waren. Dann komme ich aber langsam in eine bessere Schwimmtechnik und gleite, zwar immer noch angestrengt, aber gleichmäßig durch das Becken. Manchmal merkte ich, dass ich zu sehr auf die Technik achtete und dabei das Atmen vergessen habe. Deshalb hatte ab diesem Zeitpunkt jede Bahn ihren vorherbestimmten Fokus:

  • Eintauchen der Hände
  • gleichmäßiger Armzug
  • gleichmäßiges Atmen
  • gleichmäßiger Beinschlag
  • gleichmäßiger Armzug mit Atmen
  • bestmögliche Technik kombiniert

Ich stellte erstaunt fest, dass ich mich mit Kraulschwimmen viel wohler gefühlt hatte, als früher und dass es Spaß machte, trotzdem habe ich nach 300 m aufgehört, weil ich merkte, dass es fürs erste genug war.

Meine Polar M430 hat den Puls ohne Schwierigkeiten aufgezeichnet und ich war sehr überrascht, dass mein Puls so niedrig war, aber die Bewegung so ungewohnt, dass es mir sehr anstrengend vorkam.

 

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Abb. 1: Ergebnis 1. Schwimmtraining 2018

Mein Fazit dieser Woche:

Von allen drei Sportarten des Triathlons habe ich eine klare Rangfolge:

  1. laufen
  2. schwimmen
  3. radfahren

Das Radfahren mag ich immer noch am wenigsten, trotzdem bin ich auf dem Rad vielleicht besser als im Lauf. Das ist schon interessant wie die Präferenzen sich verteilen. Aber auch wenn es schwerfällt, das Ergebnis lohnt sich immer. Auch wenn das Gefühl ist, ich hätte nicht die Kraft eine Trainingseinheit zu bewältigen, am Ende werde ich immer eines besseren belehrt. Ich glaube beim Triathlon geht es genau darum, weitermachen, durchhalten und sich danach fühlen, als hätte man die Welt erschaffen.

Wie ist das bei meinen Lesern? Wer macht Triathlon? Wie ist Eure Rangfolge und hat Sie sich im Laufe der Zeit verändert?

Ich freue mich auf Kommentare und Emails!

Ein schönes Wochenende