Equipmentpflege & Erwartungen (w10)

EquipmentIMeine Grundausstattung für die Vorbereitung zu meinem Triathlon ist übersichtlich, trotzdem muss sie regelmäßig gepflegt werden. Daher habe ich den gestrigen Regenerationstag zum „Equipmentpflegetag“ erklärt.

Faszientools

Einmal im Monat desinfiziere ich meine Faszienrollen und -bälle. Obwohl ich sie nur für mich persönlich verwende, möchte ich nicht, dass durch Schweiß das Material leidet. Es mag vielleicht übertrieben sein, aber ich empfinde das als wichtig. Ich nutze natürlich kein scharfes Desinfektionsmittel, sondern habe mir ein eigenes angesetzt. Da ich irgendwann einmal eine Ausbildung als Chemielaborantin absolviert habe, mache ich solche Dinge ganz gerne. Das Desinfektionsmittel besteht aus destilliertem Wasser, Essigessenz und etwas Lavendelöl für den guten Geruch.

Schwimmen

Am Donnerstag nach dem Schwimmtraining stellte ich fest, wie sehr mein Badeanzug selbst im ausgewaschenen Zustand nach Chlor duftet. Daher ist mein guter alter Begleiter (ist sicher 15 Jahre alt) in der Waschmaschine im Handwaschprogramm für 30 min gewaschen worden. Demnächst muss definitiv ein neuer Badeanzug gekauft werden. Das Material des alten lässt dann doch langsam nach. Aber wie das so ist, lieb gewonnene Dinge entsorgt man nicht so leicht. Die Badekappe ist sehr pflegeleicht und nimmt den Chlorgeruch bisher nicht an, daher reicht einfaches ausspülen. Meine Schwimmbrille (ja, auch sie ist schon um die 15 Jahre alt) muss immer an den Gläsern gereinigt und getrocknet werden. Das klingt viel ist aber im Handumdrehen erledigt, kann ja direkt nach dem Schwimmen gemacht werden.

Radfahren

Da ist zur Zeit noch ausschließlich Indoor-Cycling mache, ist die Radpflege an sich noch kein Thema, das kommt dann sobald keine Winterausrüstung auf dem Rad mehr gebraucht wird. Was bleibt ist meine gepolsterte Radhose. Hier ist nur eine Sache zu berücksichtigen. Waschmaschine ja, Trockner nein und schon ist die Hose fast wieder einsatzfähig. Einmal über Nacht auf die Wäscheleine und am nächsten Tag kann sie direkt wieder verwendet werden. Das Material trocknet wirklich schnell.

Laufen

Die Schuhe, meine Schuhe sehen oft aus als wäre ich bei einem Hindernislauf mit Schlammlöchern gewesen. Das stimmt so nicht ganz, aber ich laufe liebend gerne Feldwege. Dort muss ich mir kaum Gedanken über Autofahrer zu machen und kann einfach und ziemlich gleichmäßig meinem Training nachgehen. Da die Feldwege die Arbeitswege der Bauern sind, sieht es dort manchmal wild aus und so komme ich in 70% aller Fälle mit matschigen Schuhen und Hosen nach Hause. Da ich nicht immer direkt danach meine Schuhe sauber mache (reine Faulheit, ich weiß), muss das zumindest einmal in der Woche nachgeholt werden.

Schuhe gehören nicht in die Waschmaschine!

Also ich ein Tuch, heißes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel gefragt. Zuerst werden die Schuhe draußen ordentlich abgeklopft, damit die größeren Brocken schon weg sind und danach wird der Schuh fein säuberlich gesäubert. Das mache ich natürlich nicht unbedingt direkt mit dem Duschschlauch, denn ich will den Schuh oft schnell wieder anziehen zum Laufen. Natürlich ist das abspritzen in der Dusche oder mit dem Garten- schlauch eine Option, allerdings schaffe ich es dabei nie, dass der Schuh nicht komplett nass ist. Im Sommer ist das etwas leichter, da können die Schuhe auch mal über Nacht trocken werden. Auf dem Bild sind meine 3 aktuellen Laufschuhpaare zu sehen. Der rote ist für die langen Läufe, der blaue für alles andere. Der Asics Noosa in pink ist zur Zeit der Schuh fürs Laufband, wenn es mal nicht anders geht und er wird der Schuh für den Triathlon sein.

 

Erwartungen

Während meiner Equipmentpflege bilden sich einige Gedanken zum Thema Erwartungen für den Jedermann-Triathlon. Ich habe es fast allen Menschen mit denen ich beruflich und privat zu tun habe erzählt. Ich bekam sehr viel positive Resonanz und einige fragen auch regelmäßig wie ich mich vorbereite und wie es so läuft. Immer wieder merke ich, dass diejenigen, die mich Fragen diese Herausforderung viel leichter meistern könnten als ich das kann. Meine realistische Einschätzung ist, dass ich richtig Lust darauf habe mich dieser Herausforderung zu stellen, aber ich habe eine Disziplin, in der ich schnell bin und etwas „erreichen“ könnte. Ich schwimme gerne, es macht mir Spaß. Ich fahre bisher Rad nur wenn ich muß, stelle aber immer wieder fest so schlimm ist es gar nicht, wenn ich mal angefangen habe. Zu guter letzt laufe ich sehr gerne, aber ich bin wirklich langsam. Bei meinem Intervalltraining einmal pro Woche, kann ich auch mal 8:31 min/km laufen, meistens sind es über 10 min/km. Trotzdem wollte ich auf keinen Fall auf mein Laufen verzichten.

Wieso haben Menschen so viel Angst vor Herausforderungen? Haben Sie unrealistische Erwartungen?

Meine persönliche Erwartung an meinen Jedermann-Triathlon ist:

  • ich will jede Disziplin durchziehen können
  • ich will mit einem Lächeln ins Ziel kommen
  • ich will herausfinden, ob Triathlon für mich ein Sport mit Zukunft ist

Zudem werde ich nach den Zeiten aus dem letzten Jahr, als letzte im Ziel ankommen, na und? Die Triathlonteilnahme ist für mich ein lang gehegter Traum, das ist so viel mehr wert für mich als Vorletzter zu sein.